La Grotte de Thétis
Die Grotte der Thetis

 



Die Thetis-Grotte war ein rechteckiger Anbau, den König Louis XIV 1665/66 zu Ehren seiner damaligen Geliebten Louise de la Vallièrre an der nördlichen Palastseite (Höhe Nordparterre) errichten ließ:

Grotte de Thétis 

Die Innenwände der übertrieben-barocken Grotte waren mit Muscheln, Kieselsteinen und gefärbten Steinen verziert und stellten eine Art Meereshöhle dar. Neben den Statuen des Acis und der Galatée befanden sich in drei Nischen drei Marmor-Skulpturengruppen, die die Apollobäder darstellten:

 
Grotte de Thétis (1676, Jean Le Pautre)

 
Grotte de Thétis (1678, Jan Edelinck)

 
Grotte de Thétis (1676, Etienne Baudet)

 
Grotte de Thétis (1675, Etienne Picart)

Die Skulpturen zeigen Apollo, den Sonnengott, der des Nachts in der Grotte der Thetis ruht und von den Nymphen der Thetis umsorgt wird, während Tritonen seine Sonnenpferde pflegen.

Im Dach der Grotte befand sich ein Wasserbassin, welches dafür sorgte, dass ein leichter Wasservorhang die Skulpturen umhüllte.

Für den Ausbau des Schlosses nach Nord und Süd wurde die Grotte 1684 jedoch wieder abgerissen. Ihr damaliger Standort entspricht dem heutigen Standort der Schlosskapelle.
Die drei Skulpturengruppen der Apollobäder fanden 1687 schließlich ihren Platz im 
Bosquet des Dômes, später dann im Bosquet des Bains d'Apollon.
Die Statuen 
Acis und Galatée befinden sich heute im Bosquet des Dômes.

 
König Louis XIV. vor der Thétis-Grotte

 
Grotte de Thétis (1672, Jean Le Pautre)


 

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