Statue équestre de Louis XIV
transformé en Marcus Curtius
(Gian-Lorenzo Bernini)

Schweizer Becken ~

August 2009 


Weit entfernt vom Schloss, wurde diese Louis XIV-Statue (von Bernini) im Jahr 1702 im Auftrag des Königs ans Ende des Schweizer Beckens verbannt, da dieser keinen Gefallen mehr daran fand:

August 2009 

Die Statue équestre de Louis XIV von Gian Bernini sollte einst ein Standbild des Königs sein. Louis XIV ließ jedoch nachträglich Flammen unterhalb des Pferdes hinzufügen, um glauben zu machen, es handle sich nicht um den König, sondern um den Krieger und römschen Helden Marcus Curtius.

Grund:
Als Louis XIV die Statue von Bernini geliefert wurde - 14 Jahre, nachdem er sie in Auftrag gegeben hatte - , erkannte sich der alternde König in diesem ungestümen jungen Mann nicht mehr wieder. Er hatte von sich zwischenzeitlich ein anderes Bild und wollte dies auch in der Kunst vermitteln.
Ursprünglich wollte der König die ungeliebte Statue zerstören lassen. Glücklicherweise schlug der Bildhauer Girardon vor, sie als römischen Helden zu verkleiden, indem man Flammen hinzufügte.
Doch das reichte dem König nicht und so verbannte er sein Jugendportrait an das südliche Ende des Schlossparks, hinter das Schweizer Becken.

 
(1742, Louis Desplaces)

Das unglückliche Los der Statue verschafft ihr jedoch den bedeutenden Rang der südlichsten Grenze des Schlossparks und stellt den Gegensatz zur nördlichsten Statue hinter dem Neptunbecken dar: La Renommée du Roi Louis XIV von Guidi.

Doch hier, so weit außerhalb der sicheren Palasttore, ist die Statue schutzlos dem Vandalismus, wie z.B. dummen Beschmierungen, ausgeliefert:

August 2009 
August 2009 
August 2009 

 

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