Château de Versailles
... zu Zeiten Louis' XIV



Im Jahre 1643 starb Louis XIII.
Ihm folgte sein 5-jähriger Sohn als 
Louis XIV (1638-1715) auf den Thron... allerdings nicht ohne Schwierigkeiten:
Während der Zeit der Fronde musste der junge König mehrfach erleben, wie sich der Hochadel gegen die Monarchie stellte, eigene Ansprüche auf die Gestaltung der Politik erhob und wie unsicher ein König inmitten seines Volkes lebte.

Das große Bauvorhaben des Königs lässt sich in drei Hauptphasen und eine anschließende Zusatzphase einteilen und wird erstaunlicherweise jeweils von einem runden Geburtstag des Königs sowie entweder eines Krieges oder der
Wahl einer neuen Mätresse geprägt:



1. Bauphase ~ ab 1659
(Louis ist gerade 20 Jahre alt)


König Louis XIV ließ bei seinem ersten Besuch (in den 50er Jahren) zunächst die Dächer instandsetzen; das Jagdschloss seines Vaters hatte nach dessen Tod fast 10 Jahre leer gestanden.
Der junge König hatte Versailles bereits hin und wieder besucht, als er 1660 nach seiner Hochzeit seine Gemahlin
Maria Theresia von Spanien erstmals nach Versailles führte. Nach und nach richtete er für sich, die Königin, seinen Sohn, Monsieur und dessen Gattin, sowie für seinen Cousin Gemächer ein.

 
Plan Versailles um 1643, nach dem Tod Louis' XIII

 
(Detail)

 
Versailles um 1660 (Israël Silvestre)

Es bedurfte jedoch eines kleinen Anstoßes, ehe der König den Entschluss zum Bau seines Prachtpalastes fasste:

Das gigantische Einweihungsfest des Schlosses Vaux-le-Vicomte am 17. Juni 1661 kratzte stark am Ego des Königs. Sein Finanzminister Nicolas Fouquet hatte sich dieses Traumschloss (nahe Fontainebleau) mithilfe von Staatsgeldern errichten lassen.
Der eingeladene König wurde von einem prachtvollen Zusammenspiel von Architektur, Dekoration und Gartenkunst geblendet, das alle bisherigen Schöpfungen dieser Art in Frankreich in den Schatten stellte.

Einerseits schwebte der leidenschaftliche junge König gerade auf Wolke 7, denn die schöne Louise de La Vallière hatte sich ihm während der Festlichkeiten endlich hingegeben.
Andererseits war Louis verärgert darüber, dass sein Finanzminister ihn in der Architektur und Gartenkunst übertraf und dies öffentlich zur Schau stellte.
Er ließ Fouquet drei Wochen später verhaften, denn er selbst, der König, beanspruchte das Recht auf Prachtentfaltung und Machtdemonstration, auch in der Architektur, für sich allein.
Der schönen La Vallière versprach er sodann den Himmel auf Erden und plante gedanklich an einem Palast für ihre gemeinsame Liebe.

Fouquets Nachfolger wurde Jean-Baptiste Colbert (1619-1683).

Louis XIV. beschloss also nach dem Fest, einen Palast samt Park errichten zu lassen, der an Größe und Pracht nicht zu übertreffen war.
Bis dahin residierten die Herrscher Frankreichs im Louvre bzw. in den Tuilerien in Paris sowie im Palast Saint-Germain-en-Laye.

Versailles galt wegen seiner Lage und Bodenbeschaffenheit (sumpfig, unfruchtbar und voller Treibsand) bekanntlich als ungünstiger Ort für die Errichtung eines großen Palastes und Finanzminister Colbert gab dies dem König zum Bedenken.
Eher sollte der Louvre entsprechend ausgebaut werden. Dies würde zudem den Finanzhaushalt nicht so stark belasten wie die völlige Neuerschaffung einer Residenz unter den Bedingungen, wie Versailles sie bot.
Doch der König hatte seinen Entschluss bereits gefasst: in Versailles, fernab vom ihm unheimlichen Paris, sollte sein Traumschloss entstehen !

Louis XIV. befahl also die Schöpfer von Vaux-le-Vicomte zu sich und beauftragte diese mit dem Ausbau des kleinen Schlosses seines Vaters.
Die Mannschaft, deren Talente sich perfekt ergänzten, bestand aus:

Louis Le Vau (1612-1670), ab 1654 Erster Architekt des Königs,
Charles Le Brun (1619-1690), seit 1660 Erster Hofmaler (den offiziellen Titel erhielt er erst 1664), sowie
André Le Nôtre (1613-1700), seit 1637 bereits Erster Gärtner des Königs im Großen Garten der Tuilerien.

Der Erhalt des Jagdschlosses seines Vaters bedeutete Louis XIV. viel. Und so lehnte er den Ratschlag seiner Architekten, das ursprüngliche Schlösschen abzureißen, stets entschieden ab. Weder durften die Stadtfassaden abgerissen, noch verkleidet werden.
Das Jagdschloss Louis’ XIII. ist daher noch heute zu erkennen: es umschließt den Marmorhof (Cour de Marbre), den letzten und kleinsten der drei Ehrenhöfe.

Louis XIV residierte bereits 1661 regelmäßig in Versailles - zu diesem Zeitpunkt umfasste der Park 100 ha Land.
Es begann also der überdimensionale Ausbau des Jagdschlosses in einen Märchenpalast und es sollte zum Lebenswerk des Sonnenkönigs werden.

 
Louis XIV gibt Anweisungen für den Ausbau von Versailles

Le Vau war für den Umbau zuständig und Le Brun für die Inneneinrichtung.
Landschaftsarchitekt Le Nôtre war für die Gestaltung des inzwischen 800 ha großen Parks verantwortlich.
Insgesamt 36.000 Arbeiter und 6.000 Pferde waren für die Realisierung des Plans erforderlich. Der Bau kostete umgerechnet über 100 Millionen Euro.
Als der König 1715 starb, war das Schloss noch immer eine Baustelle und seine Nachfolger setzten die Arbeiten am Palast fort.

Zu Beginn der Bauarbeiten 1661 wurden zuerst die Gräben, die das kleine Jagdschlösschen umgaben, zugeschüttet. Der Palast wurde auf sandigen und sumpfigen Boden errichtet, was zu immensen Schwierigkeiten führte.

 
Versailles ~ Plan um 1662

 
Versailles um 1664 (nach Israël Silvestre)

 
Versailles um 1664 (Israël Silvestre)

Die Hauptarbeit während der ersten Bauphase bestand in der Innenausstattung des Palastes sowie im Ausbau der Gärten, die bereits unter Louis XIII angelegt waren. Das gesamte Außengelände wurde umgestaltet.
Auf dem trockengelegten Sumpf entstand ein 100 ha großer, unendlich erscheinender Park mit Wasserbecken und Kanälen. Man möchte fast meinen, Boden und Bepflanzung wurden mit Lineal und Zirkel bearbeitet. Alle langen
Achsen, bestehend aus weiten Kiesflächen, Wegen, Hecken, Waldstücken und Wasserstraßen, führen strahlenförmig zum Schloss hin, als wäre das Schloss die Sonne.
Auch steigen die Gärten, durch mehrere Terrassen gegliedert, zum Schloss an, so dass man sich nicht nur symbolisch hinauf zum König begab.

Zudem wurden im Bereich vor dem alten Jagdschloss Louis' XIII. zwei parallele Seitenflügel errichtet, die den Vorhof bildeten.

 
Vue du château de Versailles prise des hauteurs de Satory, 1664 (Adam Frans Van der Meulen)

 
(Detail)

 
Grundriss des Schlosses um 1667



2. Bauphase ~ ab 1668
(Louis ist 30 Jahre alt)


Die 2. Bauphase begann mit dem Bau der «Ummantelung» (= «Château Neuf»).
Das Jagdschloss Louis' XIII. sollte in einem neuen Bau so eingehüllt werden, dass seine alte Fassade zur Stadtseite hin weiter sichtbar blieb.
Le Vau ummantelte also den Mittelbau des Schlosses von 1668 bis 1671 und ließ links die Paradezimmer der Königin und rechts die des Königs einrichten.

 
Versailles 1668 (Pierre Patel)

 
(Detail)

Die heutige Spiegelgalerie entstand erst viel später. Damals befand sich dort, über dem Erdgeschoss, eine riesige Terrasse mit Blick auf den Garten.

Die Seitengebäude wurden zu Wohnhäusern ausgebaut und mit dem Hauptgebäude verbunden. So entstand ein hufeisenförmiger Grundriss und die beiden Haupthöfe: der Marmorhof (Cour de Marbre) und der Königshof (Cour
Royale
).

Es folgte der Bau von vier Pavillons mit Wohnungen für die Minister, was einen dritten Hof hervorbrachte: den Ministerhof (Cour des Ministres).

 
Bauarbeiten in Versailles um 1669 (Adam Frans van der Meulen)

 
(Detail)

 
Versailles um 1669 (Adam Frans Van der Meulen)

 
(Detail)

1670 starb Le Vau; sein Nachfolger wurde sein Mitarbeiter François d'Orbay, ohne dass diesem das Amt des Ersten Architekten offiziell übertragen wurde.

 
König Louis XIV & Monseigneur, sein Sohn, vor der ehemaligen Thetis-Grotte (1670)

 
Die Gartenfassade des Schlosses und das Parterre d'Eau um 1673

Auch in des Königs Liebesleben gab es in dieser Bauphase eine Veränderung: Louise de La Vallière, die sich den König seit einiger Zeit mit ihrer Freundin Madame de Montespan teilen musste, verließ 1674 entgültig Versailles und zog ins Kloster.
Madame de Montespan hatte bereits 1667 das königliche Herz erobert.

 
Plan de la Maison Royale de Versailles, 1674 (Israël Silvestre)

 
(Detail)

 
Versailles - die Gartenfassade um 1675

 
Versailles um 1675

 
Versailles um 1675

 
Versailles um 1675 - Blick über das Nordparterre

Für die Unterbringung des höfischen Personals und der am Schlossbau beteiligten Handwerker ließ Louis XIV 1671/72 im Norden die «Ville Neuf» (die Neue Stadt) gründen, die später zum Versailler Stadtteil Notre-Dame wurde.
Im Süden ließ er die Kolonie des «Hirschparks» anlegen, dem späteren Stadtteil
Saint-Louis.
Dies war aber erst der Anfang der Umwandelung des kleinen Ortes Versailles in eine Stadt. Zwischen 1740 und 1789 wuchs Versailles um das Doppelte und wurde zur sechst-größten Stadt Frankreichs mit 70.000 Einwohnern, wenngleich es die Stadtrechte erst 1787 erhielt.



3. Bauphase ~ ab 1678
(Louis ist 40 Jahre alt)


1678 begann für den Hofarchitekten Jules Hardouin-Mansart (1646-1708) die bedeutendste Schaffenszeit, nachdem er sich durch den Bau des Château de Clagny für Madame de Montespan einen Namen gemacht hatte.

Der König beauftragte ihn mit dem großen Vorhaben, für die Verlegung des Regierungssitzes von Paris nach Versailles genug Platz im Versailler Palast zu schaffen.

 
Plan général um 1680 (Israël Silvestre)

Noch im selben Jahr begann Hardouin-Mansart mit den Arbeiten am Süd- und Nordflügel des Schlosses.
Der Südflügel wurde 1684 beendet, der Nordflügel erst 1689.
Im Südflügel, dem einstigen Wohnort von Angehörigen der damaligen Königsfamilie, befindet sich heute der Kongresssaal, in dem der Präsident der Republik gewählt wird.
Für den Bau des Nordflügels wurde die 
Thetis-Grotte, ein mit Statuen geschmücktes Brunnenhaus aus einer der früheren Bauphasen, abgerissen. Die Skulpturen der ehemaligen Grotte befinden sich heute im Bosquet des Bains d'Apollon.
An der Stelle der ehemaligen Thetis-Grotte wurde 1699 mit dem Bau der Schlosskapelle begonnen, deren Zugang im Nordflügel liegt.

Die Terrasse und die benachbarten Salons ließ Hardouin-Mansart zwischen 1678 und 1684 überbauen und richtete dort die berühmte Spiegelgalerie sowie den Salon des Krieges und den Salon des Friedens ein.
Der Spiegelsaal ist wohl der berühmteste und einer der schönsten Säle im Versailler Schloss. Der 75m lange und 10m breite Saal hat 17 Fenster und 17 der Sonne zugewandte Spiegel, was zu wunderschönen Lichtspielen führt.

1681 wurde Hardouin-Mansart zum Ersten Architekten des Königs ernannt - das Amt wurde seit Le Vaus Tod lediglich vertreten, jedoch nicht mehr vergeben.

Am 6. Mai 1682 erklärte der König schließlich Versailles zur offiziellen Residenz des Hofes sowie zum Regierungssitz Frankreichs.
Die Distanz und dennoch Verbindung zu Paris schien ihm als sehr passend.

 
Versailles um 1683 (C. Allard)

Als Colbert 1683 starb und dessen Posten nachbesetzt wurde, sank auch der Stern des bis dato unangefochtenen Hofmalers Charles Le Brun, dessen Gönner Colbert war. Die Entlassung Le Bruns stärkte dafür umso mehr die Stellung Hardouin-Mansarts.

Im Jahr 1683 verstarb die Königin.
König Louis XIV hatte sich zwischenzeitlich von Madame de Montespan gelöst und heiratete 1684 heimlich deren ehemalige Freundin und Erzieherin der gemeinsamen illegitimen Kinder: 
Madame de Maintenon.
Madame de Maintenon war sehr religiös, bestand daher streng auf ein frommes Leben bei Hofe und kontrollierte kritisch die Ausgaben des Königs.

Neben der Errichtung des Nord- und Südflügels sowie der Spiegelgalerie, zählten auch der Umbau der vier Ministerpavillons zu zwei Flügeln («Ministerflügel») sowie die Planung der Marställe zum Schaffenswerk von Hardouin-Mansart.

 
Versailles um 1684 ~ Gartenseite

 
Versailles um 1684 ~ Stadtseite

 
Versailles um 1684 ~ Blick auf den Ehrenhof und die Ministerflügel

 
Versailles um 1684 ~ Blick auf den Königshof

 
Versailles 1688
Blick vom Schlafzimmer des Königs auf den Königshof,
den Ehrenhof sowie auf die Ecuries (Jean-Baptiste Martin)

Zwischen 1684 und 1686 entstand unter seiner Aufsicht unterhalb des Parterre du Midi zudem die berühmte Orangerie des Versaillers Schlosses. Bei der mit 3.000 Sträuchern und Bäumen errichteten Orangerie traf Hardouin-Mansart auf eine unerwünschte Absenkung im Boden. Doch füllte er diese keinesfalls auf, sondern errichtete auf beiden Seiten der Orangerie je eine Treppe mit jeweils hundert Stufen (Escaliers des Cent-Marches). Durch diese geniale Lösung dachte beim Anblick der Absenkung niemand mehr an eine Laune der Natur, sondern an genaueste architektonische Planung. So vermehrte sich der Ruhm des Sonnenkönigs als großer Architekt.

Der Beginn des sogenannten «Kriegsjahrzehnts» ab 1689 (Pfälzischer Krieg) setzte der dritten Bauphase ein Ende.

 
Die Reservoirs auf dem Hügel Montbauron wurden 1685 errichtet.
Sie können bis zu 112.000 m³ Wasser aufnehmen. Auf dem Gemälde
werden die Réservoirs de Montbauron Louis XIV und Louvois präsentiert.
Im Hintergrund: das Schloss von Versailles (1693, Jean-Baptiste Martin)



zusätzliche Bauphase ~ ab 1697
(Louis steht kurz vor seinem 60. Geburtstag)

 

Der Friedensvertrag von Rijswijk im Jahre 1697 brachte das Bauvorhaben wieder in Gang.

 
Die Duchesse de Bourgogne bei der Jagd. Im Hintergrund: die Orangerie

 
(Detail)

1699 wurde Hardouin-Mansart zum Oberintendanten der königlichen Bauten ernannt.
Im selben Jahr wurde mit dem Bau der großen 
Schlosskapelle begonnen. Dies bildet die Hauptarbeit der letzten Bauphase unter Louis XIV.
Nach dem Tod Hardouin-Mansarts (1708) führte dessen engster Mitarbeiter und Schwager, 
Robert de Cotte (1656-1735), die Bauarbeiten an der Kapelle fort und stellte diese 1710 fertig.

 
(Jacques Rigaud)

 
(Detail)

Der alte König kümmerte höchstpersönlich um Aufsicht über die Bauarbeiten.
Die Dekoration der Kapelle dauerte jedoch bis nach dem Tod des Königs in 1715.

In der Schlosskapelle fand u.a. die Trauung des späteren Königspaares Louis XVI. und Marie Antoinette statt.



Die schönere Fassade des Versailler Schlosses ist unüblicherweise zum Garten hinaus gerichtet - nicht, wie bei anderen Schlössern, in Richtung Stadt und Volk.
König Louis XIV war es nicht wichtig, ankommende Besucher in Erstaunen zu versetzen. Er bestand eher auf einen majestätischen Anblick vom Garten aus auf sein Schloss.
Nichts wurde dem Zufall überlassen, jedes Detail genauestens geplant. Das Schloss, welches mit seinem Park ein Gesamtkunstwerk ergibt, besticht durch Größe, Üppigkeit und Glanz. Alles wirkt kolossal: die 700 m lange Schaufront, 51.000 qm Fläche, hunderte von Räumen mit kostbarster Innenausstattung, dazu der sagenhaft große Park mit seinen Gärten, Wasserspielen und Statuen.

Für die Jagd wurde ein 6.614 Hektar großer Park angelegt.
Desweiteren entstand ein Wildpark mit Löwen, Tigern, Kamelen, Dromedaren, einem Nashorn und einem Elefantenweibchen.

Die Versailler Gartenanlagen wurden zur bedeutendsten Anlage französischen Stils und in ganz Europa nachgeahmt. Sie galt als "lebende Geometrie" mit runden Bassins, Buchsbaumreihen und Blumenrabatten wie Brokatmuster.

Umfasste der Schlosspark 1661 noch gerade mal 100 Hektar Land, brachte er es am Ende der Herrschaft des Sonnenkönigs (1715) auf die folgende gigantische Größe:

• Gärten: 95 Hektar
• kleiner Park: 1.700 Hektar
• Jagdpark: 6.600 Hektar, begrenzt von einer 43km langen Mauer

Waren zwar Berühmtheiten wie Le Vau, Le Notre, Hardouin-Mansart usw. die Erschaffer von Versailles, so darf man nicht den Hauptverantwortlichen des großen Projekts vergessen: den König selbst ! Es war der Sonnenkönig
höchstpersönlich, der die Aufsicht über alle Bauvorhaben führte. Er überzeugte sich vom Fortgang der Maßnahmen täglich mit eigenen Augen. War er mal nicht anwesend, verlangte er ausführlichsten Bericht.
Louis XIV war versessen in jedes kleinste Details des Projekts und galt als kompetenter Bauherr. Kleinste Fehler im Bauwerk bemerkte er und ließ diese unverzüglich ausbessern.
Der Entwurf der Säulenhalle des Grand Trianon stammte sogar aus der Feder des Königs selbst. Architekt de Cotte zeichnete hiernach den Bauplan.

Aber auch des Sonnenkönigs Nachfolger mussten sich nicht verstecken, was die architektonische Kompetenz betraf: Louis XV war ganz vernarrt in die Baupläne des Architekten Gabriel. Dessen Enkel, Louis XVI, änderte z.B. eigenhändig die Pläne der Provence-Treppe im Südflügel ab.



Sonstige Infos


Artikel: Bereitstellung von Wasser

Artikel: Das Leben am Versailler Hof

Artikel: Das Kabinett der Schönheiten



... zu Zeiten Louis´ XIII.                              ... zu Zeiten Louis´ XV.

 

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